Entwicklungsbiologie

Dieses Teilgebiet der Biologie beschäftigt sich mit der frühen Entwicklung der Organismen. Die Embryologie ist dabei ein wesentlicher Aspekt. Allerdings befasst sie sich auch mit dem Zellwachstum und wie dieser genetisch kontrolliert werden kann. Weiterhin ist die Spezialisierung und Differenzierung von Zellen sehr wichtig.

Die Ontogenese (Individualentwicklung) ist die gesamte Entwicklung eines Individuums. Diese beginnt mit der Verschmelzung der Keimzellen und geht bis zum Tod. Wichtig ist, dass man die Ontogenese stark von der Phylogenese abgrenzt. Die Ontogenese ist, wie schon erklärt, die Entwicklung eines einzelnen Lebewesens, während die Phylogenese die Stammesentwicklung ist. Dass Organismen im Laufe mehrerer Generationsfolgen umgestaltet werden, ist die Stammesentwicklung, woraus letztendlich die Evolution resultiert.

Bei der Ontogenese werden vier große Entwicklungsabschnitte durchlaufen. Die erste Phase heißt Embryonalphase. Hier finden die für das Lebewesen entscheidenden Entwicklungsvorgänge wie die Furchung, Gastrulation und Organogenese statt. Die Zellen spezifizieren, determinieren und differenzieren sich voneinander. Das direkte oder indirekte Wachstum, welches über ein Larvalstadium erfolgt, sind die wesentlichen Ereignisse während der Juvenilphase. In der darauf folgenden Adultphase laufen hauptsächlich regenerative Prozesse ab. Zellen erreichen nur ein bestimmtes Alter und dies liegt weit unter dem Durchschnittsalter des Menschen. Somit müssen zum Beispiel die Leberzellen einmal im Jahr erneuert werden. In der letzten Phase, der sogenannten Seneszenzphase laufen Alterungsprozesse ab, die schließlich zum Tod eines Lebewesens führen.


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