Biochemie

Die Fachrichtung der Biochemie befasst sich mit der "Chemie des Lebens", d.h. sie erforscht, welche chemischen Prozesse innerhalb von Organismen ablaufen. Um die Frage zu klären, wie der Stoffwechsel von Tieren und Pflanzen funktioniert, welche Stoffe und Energien dabei eine Rolle spielen und wie das ganze System gesteuert wird, bedient sie sich der Chemie, der Biologie und der Physiologie.

Vinzenz Kletzinsky führte den Begriff der Biochemie zum ersten Mal 1858 ein. Schon früher, z.B. 1833 mit der Entdeckung des ersten Enzyms durch Anselme Payen, wurden auf dem Gebiet der Biochemie wichtige Ergebnisse erzielt.

Zu den wichtigsten frühen Entdeckungen der Biochemie gehören:

  • Die Synthese von Harnstoff aus anorganischen Verbindungen (Friedrich Wöhler, 1828)
  • Die Entdeckung der Enzyme (Anselme Payen, 1833)
  • Die Entdeckung von Nuclein als Erbsubstanz (Friedrich Miescher, 1869)
  • Das Bewerkstelligen von Gärung außerhalb von Hefezellen (Eduad Buchner, 1896)
  • Die Aufschlüsselung des Ablaufs der Glykolyse (Gustav Embden, Jakub Parnas und Otto Meyerhof, 1929)
  • Die Aufschlüsselung des Ablaufs des Citratcyclus (Hans Adolf Krebs, 1932)
  • Der Nachweis der Struktur der DNA (James Watson und Francis Crick, 1953)


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