Forschung oder doch Beratung

Tillmann erzählt was ihn an der Biologie fasziniert, wie es ihm während seines Studiums erging und was er sich von der Zukunft erhofft.

Ökologie

Schon immer interssierte Tillmann Repp die Natur. „Ein weiterer Ansporn war der Bio Leistungskurs in der Oberstufe, der mein Interesse noch verstärkt hat. Zudem wollte ich gerne die Welt verbessern...“

Deshalb schrieb er sich nach dem Abitur auch ohne großes Zögern an der Universität Münster für Biologie ein. Dort verbrachte er seinen ersten Studienabschnitt und erhielt seinen Bachelor of Science. „Die Uni Münster hat einen ganz guten Ruf und die Stadt ist absolut lebenswert.“ erinnert sich Tillmann gerne an die Zeit zurück.

Auch wenn während dem Studium zuerst alles ein bisschen chaotisch war, da Tillmann zu den ersten Bachelorabsolven der Uni gehörte, entsprach das Studium genau seinen Vorstellungen. Dabei gefiel ihm vor allem, dass das Studium gerade am Anfang so breit gefächert ist. „Fast jeder Bereich der Biologie wurde vorgestellt.“

Während seines Studiums enteckte Tillmann vor allem die Bereiche Ökologie, Verhaltensforschung und Evolution für sich. „Besonders imposant finde ich die Leistungen von Charles Darwin, Konrad Lorenz und Steve Irvin. Sie haben alle dazu beigetragen uns die Situation und die Bedürfnisse der Tiere ins Bewusstsein zu rufen beziehungsweise Tiere generell besser verstehen und somit auch mit Vorurteilen aufräumen zu können.

"Ich habe nur positive Erfahrungen gesammelt und würde alles wieder so machen"

Auslandserfahrungen hat Tillmann zwischen seinem Bachelor und seinem Master in diversen Praktika gesammelt. Damit wollte er vor allem seine Chancen bei der Bewerbung auf einen der begehrten Master Studienplätze erhöhen. „Insgesamt habe ich vier Wochen in Südafrika und sechs Wochen in Australien gearbeitet. Ich habe nur positive Erfahrungen gesammelt und würde alles wieder so machen.“

Heute macht Tillmann seinen Master im Studiengang „Internationaler Naturschutz“. Zuletzt hat er ein Semester an der Lincoln University in Neuseeland studiert und macht als nächstes ein Praktikum in Nigeria.

Genaue Zukunftspläne hat er zwar noch nicht aber schon eine grobe Vorstellung, was er gerne machen möchte. „Kurz- und mittelfristig würde ich gerne nochmal für zwei bis fünf Jahre als Feldassistent oder für eine NGO arbeiten oder meinen Doktor machen. Langfristig plane ich eher in die Beratung beziehungsweise Planung zu wechseln, vielleicht beim Bundesamt für Naturschutz, WWF oder so.“

Generell sieht Tillmann die Zukunft der Biologen weniger skeptisch als die meisten. „Ich denke den Naturwissenschaftlern generell und somit auch den Biologen ist es überlassen, das eine oder andere Übel der Welt wie Hunger, Energie- und Ressourcennot oder das Artensterben auszumerzen. Daher denke ich, dass die Jobaussichten vor allem in den Bereiche Genetik und Gentechnik, Mikrobiologie und Natur- und Umweltschutz für Biologen gar nicht so schlecht sind. Zudem sollte uns in Deutschland die Alterspyramide zu Gute kommen: immer mehr hören auf und immer weniger rücken nach...“

Immer das zu tun, was einem Spaß macht und wofür man Interesse hat war Tillmanns Devise während seines Studiums. „Ich persönlich habe es so gehalten, dass ich versucht habe möglichst die Dinge und Kurse zu machen, für die ich mich interessiert habe um die Konzentration aufrecht zu erhalten. Ob das ein guter Ratschlag ist, muss aber jeder für sich selber wissen.“


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