Arbeitszeugnis für Biologen – Zeugnissprache
Wer als Biologe eine erfolgreiche Karriere einschlagen möchte, der sollte für jede relevante Position ein Arbeitszeugnis vorweisen können. Generell hat man als Angestellter immer den Anspruch auf ein qualitatives Zeugnis. Doch hier sollte man vorsichtig sein: Nicht jedes Zeugnis, welches zunächst einmal gut klingt, ist auch wirklich positiv. Die Zeugnissprache hat es teilweise in sich.
Die eine universelle Zeugnissprache gibt es leider nicht. Vielmehr gibt es verschiedene Möglichkeiten, die von dem jeweiligen Unternehmen individuell verwendet werden können. Dies macht es für Arbeitnehmer nicht unbedingt einfacher, die Sprache der Arbeitszeugnisse richtig zu interpretieren. Generell gilt hier, dass man sich immer bei der Personalabteilung oder auch beim Betriebsrat informieren kann, wie das Zeugnis, welches man erhalten hat, zu werten ist. Wer keine Erfahrungen hat, sollte diesen Schritt auf jeden Fall wählen, denn ein Arbeitszeugnis kann für das berufliche Weiterkommen enorm wichtig werden. Für einen potenziellen neuen Arbeitgeber ist das qualitative Arbeitszeugnis so etwas wie eine Referenz: Hier kann er über den Bewerber lesen, welche Arbeitsaufgaben dieser bearbeitet hat und wie er in fachlichen und sozialen Bereichen von seinem letzten Vorgesetzten eingeschätzt wurde. Häufig entscheidet solch ein Zeugnis darüber, ob man zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird oder nicht.
Während dem Arbeitgeber hinsichtlich des Inhaltes sehr strenge Vorgaben auferlegt sind, hat er bei der Wahl seiner Formulierungen relativ freie Wahl. Generell können Unternehmen z. B. zwischen einer uncodierten und einer codierten Zeugnissprache wählen. Codierte Sprache, das bedeutet, dass sie viel positiver klingt, als sie eigentlich gemeint ist. Hier gibt es eine Reihe von Standardformulierungen, die einer Benotung anhand der Schulnoten von 1 bis 5 entsprechen, aber viel besser klingen als die jeweilige Schulnote, die dahinter steht. Wer keine Erfahrungen mit dieser Zeugnissprache hat, der gibt sich unter Umständen mit einem durchschnittlichen oder schlechten Zeugnis zufrieden, da er es nicht richtig interpretiert.
In der Zeugnissprache muss man auf verschiedene Sachen achten: So ist z. B. nicht nur alles, was geschrieben steht, wichtig, sondern man sollte auch auf eventuelle Lücken oder Auslassungen achten. Wenn etwas, was relevant für die jeweilige Position ist, im Arbeitszeugnis nicht erwähnt wird, so kann ein potenzieller zukünftiger Arbeitgeber das Fehlen der Informationen nur negativ interpretieren. Generell muss ein Arbeitszeugnis in jedem Fall wohlwollend formuliert und gleichzeitig auch wahr und vollständig sein. Ist einer dieser Grundsätze nicht erfüllt, sollte man das Gespräch mit dem (ehemaligen) Vorgesetzten suchen oder sich direkt an die Personalabteilung oder falls vorhanden an den Betriebsrat wenden.
