Promotion oder nicht? Viele Absolventen fragen sich ob sich dieser Lange Weg zum Doktortitel eigentlich lohnt

Muss ich wirklich promovieren? Das fragen sich viele nach dem Abschluss. Gerade nach der Abschlussarbeit haben viele keine Lust sich gleich in die nächste Forschungsarbeit zu stürzen, zumal das ganze weitere drei bis fünf Jahre dauert. Aber bekommt man überhaupt einen Job gleich nach dem Studium?

Biologie ist eine Wissenschaft und traditionell durchlaufen Wissenschaftler die Ochsentour der akademischen Institutionen. Wenn alles gut läuft kommt nach dem Studium die Doktorarbeit, danach eine Stelle als Postdoc, eine Juniorprofessur und anschließend eine Professur mit Lehrstuhl. Allerdings ist es nicht sicher, dass man es je so weit bringt und wahrscheinlich ist man um die sechzig bis es endlich so weit ist. Die Antwort ist also nein. Unsere Universitäten werden sich so schnell wohl nicht von der üblichen Vorgehensweise verabschieden und möchte man einen guten Job in der Forschung bekommen, bleibt eine Dissertation Pflicht. Der Doktortitel bringt einem das nötige Ansehen in einer Universität und ohne das Kürzel auf der Visitenkarte wird man auf Fachtagungen häufig nicht ernst genommen. Man könnte ja theoretisch ein Erstsemestler sein.

Doch wie sieht es in der freien Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst aus? Es kommt auf den Bereich an. Auch hier gilt meistens, dass Forschungsarbeit einen Doktortitel voraus setzt. Zwar ist in den meisten Bereichen eine Dissertation bestimmt nicht von Nachteil, aber Pflicht ist sie häufig auch nicht. Die Bedeutung des Dr. verliert sich hier und die Leistung im Job ist wichtiger als Veröffentlichungen und die akademische Ausbildung.

Sollte man sich tatsächlich dazu entschließen die nötige Zeit für einen Doktor-Titel zu investieren, dann hilft einem häufig das Internet durch zahlreiche Doktorandenbörsen weiter.


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