Chemie
Chemie ist nicht gleich Chemie. Das wird auch jeder Biologie-Student bestätigen können, denn Chemie ist ein Pflichtbestandteil des Biologie-Studiums, wenn auch bei weitem nicht der beliebteste. Doch worum handelt es sich dabei genau?
Chemie ist die Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung von Stoffen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten. Diese Chemie entstand in ihrer heutigen Form im 17. und 18. Jahrhundert und entwickelte sich von der Alchemie zur exakten Wissenschaft. Der Unterschied zwischen Physik und Chemie liegt in erster Linie darin begründet, dass bei chemischen Reaktionen Bindungen zwischen Atomen getrennt und neu gebildet werden und somit eine Stoffveränderung stattfindet und die Physik sich mit Eingriffen beschäftigt, die die Art des Stoffes, seine Substanz, unverändert lassen.
Die Chemie wird aus traditionellen Gründen in die organische und anorganische Chemie unterteilt.
Etwa um 1890 kam dann auch noch die physikalische Chemie hinzu.
Die Unterscheidung ist hauptsächlich dadurch begründet sich hauptsächlich dadurch,
dass die organische Chemie stark vom Molekül bestimmt wird, die anorganische Chemie jedoch oft
von Ionen, Kristallen, Komplexverbindungen und Kolloiden. Außerdem unterscheiden sich auch die
Reaktionsmechanismen und Stoffstrukturen in der Anorganik und Organik vielfach.
Bei der physikalischen Chemie handelt es sich um den Grenzbereich zwischen Physik und Chemie.
Dann gibt es noch die Theoretische Chemie, welche sich auf die Anwendung nichtexperimenteller (üblicherweise mathematischer oder computersimulationstechnischer) Methoden zur Erklärung oder Vorhersage chemischer Phänomene stützt. Die Technische Chemie befasst sich mit der Umsetzung von chemischen Reaktionen im Labormaßstab auf großmaßstäbliche Industrieproduktion. Die Analytische Chemie schließlich beschäftigt sich als Teilgebiet der Chemie mit der Identifizierung und der Mengenbestimmung von chemischen Substanzen.
