Bachelor, Master oder doch Diplom?

Welche Abschlüsse gibt es in der Biologie? Was sind die Unterschiede und was die Vor- und Nachteile? Wer sich dazu entscheidet Biologie zu studieren steht erst einmal vor einer ganz grundsätzlichen Entscheidung. Mache ich meinen Bachelor of Science und anschließend eventuell meinen Master of Science oder doch das gute alte Diplom.

War früher das Diplom der übliche Abschluss, satteln jetzt immer mehr Universitäten auf die internationalen Bachelor und Master Abschlüsse um. Schon bald wird das Diplom im Fach Biologie gänzlich der Vergangenheit angehören, aber teilweise habt ihr jetzt noch die Möglichkeit als Diplomer zu starten.

Regelstudienzeit

Die Regelstudienzeit beträgt normalerweise für einen Bachelor sechs und für einen Master vier Semester. Der Master kann anschließend an den Bachelor erworben werden und ist ein weiterführendes Studium. Insgesamt würde man also für den Masterabschluss zehn Semester Studienzeit einplanen müssen. Ein Diplom gibt es nach neun bis zehn Semestern. Daher sind die Abschlüsse vom Zeitaufwand her ebenbürtig. Natürlich gibt es Biologie auch als Lehramtfach und kann mit anderen Fächern kombiniert werden. Das gleiche gilt auch für die zwar aussterbenden, aber teilweise noch vorhandenen Magister Studiengänge.

Was unterscheidet den Bachelor/Master vom Diplom?

Der Unterschied zwischen Diplom und Bachelor beziehungsweise Masterabschluss liegt vor allem in der Modularisierung, die sich seit der Umstellung durch die deutsche Hochschullandschaft zieht. Der blockweise organisierte Unterricht soll es den Studenten einfacher machen Veranstaltungen aus verschiedenen Bereichen zu besuchen und Leistungen anderer Universitäten angerechnet zu bekommen. An vielen Hochschulen ist die Umsetzung aber leider noch mangelhaft.

Als zweiter wichtiger Unterschied zählen alle Noten während des Bachelor- und Masterstudiums bereits in die Endnote. Während es beim alten Diplom häufig nur wichtig war bestanden zu haben und nur die Endprüfungen wichtig waren, ist es bei den neuen Studiengängen essentiell das gesamte Studium über eine konstante Leistung zu zeigen. Das macht die Abschlussnoten von vielen Bachelor- und Master-Absolven zwar im Schnitt schlechter, aber dafür ist die Note auch ein bisschen aussagekräftiger.

Ein weiterer großer Unterschied liegt darin, dass die meisten Bachelor und Masterstudiengänge aus dem Bereich Biologie keine Abschlussprüfung vorsehen. Statt dessen muss aber ähnlich der Diplomarbeit eine Bachelorarbeit und eine Masterarbeit angefertigt werden, für deren Berarbeitung normalerweise je ein Semester Zeit zur Verfügung steht.


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